Klang und Kontemplation
Christine Ockenfels

Meine Lyrik

Lyrik als Ausdruck und Ausfluss tiefster, innerster Erfahrung und Erkenntnis.
Lyrik als ein Hineingeben in einen Resonanzraum oder als Geschenk, das sich auf einen Resonanzboden legt. Hineinloten in die Tiefe des Ackers, der den Schatz in sich birgt, aus dem die Quelle des Lebens sprudelt. Das Mysterium der Lebensquelle wurde in allen Kulturen und Religionen ins Wort gebracht.

"Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich. alle Materie besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. ... Wir müssen hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche - denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht -, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre. ... und damit in letzter Konsequenz: Gott."
(Max Planck in seiner Rede
anlässlich der Verleihung seines Nobelpreises)

Gott - so nennen wir in unserem westlichen Kulturkreis den Unnennbaren. Als Mose im Gespräch mit Gott nach dessen Namen fragt, "antwortete Gott dem Mose: Ich bin, der ich bin." (Mose 3,14) In Christus hat sich der Ich-bin im Menschen inkarniert. Meine Lyrik möchte dieses Mysterium berühren und die drei Seiten (Klang, Kontemplation, Labyrinth) mit der Verortung im Lukas- und Johannesevangelium einleiten.